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Mädchen und die Pille: Vor- und Nachteile

Mädchen und die Pille Vor- und Nachteile

Mädchen und die Pille Vor- und Nachteile.

Junge Mädchen und die Antibabypille: Sollten junge Mädchen die Pille überhaupt nehmen? Ab welchem Alter sollten Mädchen die Antibabypille zu sich nehmen? Und welche Vor- und Nachteile hat die Pille für junge Mädchen? Hier gibt es die Antworten dazu:

Kommt ein Mädchen in die Pubertät, ist es wichtig, dass Alleinerziehende mit ihrer Tochter über die anstehenden Veränderungen sprechen. Hierbei sind natürlich besonders die Mütter gefragt, da sie selbst einmal Mädchen waren und sich so besser als der Vater in die Tochter einfühlen können. Zu den Veränderungen gehören sowohl körperliche als auch seelische, die jeder junge Mensch in seiner Entwicklung zum Erwachsenen durchläuft. Dabei sollten alle Fragen, die das Mädchen stellt, beantwortet werden. Aber auch die Mutter kann Themen, die sie für wichtig hält, thematisieren.

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Wenn ein Mädchen ihren ersten festen Freund hat und sexuell aktiv werden will – spätestens dann ist es notwendig, mit der Tochter über die passende Verhütung zu reden. Auch wenn heute das Thema Sexualität in den Medien durchaus präsent ist, mangelt es doch den meisten Jugendlichen an fundiertem und verwertbarem Wissen über dieses wichtige Thema. Die Eltern können also nicht davon ausgehen, ihre Tochter wüsste eh Bescheid. Unterstützung liefern hier auch Bücher zum Thema Verhütung. Hier gilt: Lieber zu früh mit der Tochter darüber sprechen als zu spät. Unerwünschte Schwangerschaften sind auch schon zu Stande gekommen, weil Eltern meinten, ihre Teenies hätten „ja noch gar keinen richtigen Geschlechtsverkehr“.

Was ist die Antibabypille eigentlich?

Die „Pille“ – kurz für Antibabypille – ist seit 1960 auf dem Markt und hat sich zum beliebtesten Verhütungsmittel überhaupt entwickelt. Sie gilt als das sicherste Verhütungsmittel, das regelmäßig eingenommen, einen fast hundertprozentigen Schutz vor unerwünschter Schwangerschaft bietet. So ist sie gerade für junge Mädchen, für die sichere Verhütung eine große Rolle spielt, interessant. Man unterscheidet zwischen der Mikro- und der Minipille, wobei man unter „der Pille“ erstere versteht. Wirkung und Sicherheit von Minipille und Mikropille unterscheiden sich stark. Kennst du eigentlich bereits unsere kostenlose Singlebörse für Alleinerziehende – hier warten tausende Single-Eltern darauf, andere Alleinerziehende kennenzulernen.

Mädchen in der Pubertät

Kommt ein Mädchen in die Pubertät, ist es wichtig, dass Eltern mit ihrer Tochter über die anstehenden Veränderungen sprechen. Hierbei sind natürlich besonders die Mütter gefragt, da sie selbst einmal Mädchen waren und sich so besser als der Vater in die Tochter einfühlen können. Zu den Veränderungen gehören sowohl körperliche als auch seelische, die jeder junge Mensch in seiner Entwicklung zum Erwachsenen durchläuft. Dabei sollten sowohl die Fragen, die das Mädchen stellt, beantwortet werden, als die Mutter auch Themen, die sie für wichtig hält thematisieren kann.

Wenn ein Mädchen ihren ersten festen Freund hat und sexuell aktiv werden will

Spätestens dann ist es notwendig, mit der Tochter über die passende Verhütung zu reden. Auch wenn heute das Thema Sexualität in den Medien präsent ist, mangelt es doch den meisten Jugendlichen an fundiertem und verwertbarem Wissen über dieses wichtige Thema. Die Eltern können also nicht davon ausgehen, ihre Tochter wüsste eh Bescheid. Unterstützung liefern hier auch Bücher zum Thema Verhütung. Hier gilt:

Lieber zu früh mit der Tochter darüber sprechen als zu spät. Unerwünschte Schwangerschaften sind auch schon zu Stande gekommen, weil Eltern meinten, ihre Teenies hätten „ja noch gar keinen richtigen Geschlechtsverkehr“. Für besonders wichtig hierbei halte ich es, auch auf den Zusammenhang zwischen Liebe, Sexualität und Verantwortung hinzuweisen. Verhütung ist Sache beider Partner und sollte besprochen werden, bevor es „soweit ist“.

Ein Mädchen hat natürlich auch die Möglichkeit sich ohne Wissen und Einwilligung ihrer Eltern die Pille verschreiben zu lassen. Auch hier gilt die ärztliche Schweigepflicht.

Wie funktioniert die Antibabypille?

Die Pille wirkt durch einen Mix aus künstlichen weiblichen Hormonen, den Gestagenen und Östrogenen. Sie funktioniert, indem sie dem Körper vortäuscht bereits schwanger zu sein, denn:

Wer schon schwanger ist, kann es nicht mehr werden. Die Pillenhormone sorgen dafür, dass kein Eisprung stattfindet, dass sich der Schleimpfropf, der den Muttermund verschließt, nicht auflöst, sondern verdichtet (so können keine Spermien eindringen), sowie dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht so aufgebaut wird, wie es für die Einnistung einer befruchteten Eizelle notwendig wäre.

Die Minipille hingegen enthält kein Östrogen, sondern nur Gestagen. Sie muss jeden Tag auf die Stunde genau eingenommen werden, da sonst kein sicherer Schutz gewährleistet ist. Der Eisprung wird nicht unterdrückt, die empfängnisverhütende Wirkung besteht darin, dass der Schleimpfropf am Muttermund sich so verfestigt, dass die männlichen Spermien nicht eindringen können. Dadurch reicht die Minipille in punkto Sicherheit an die Pille nicht heran. Du bist Alleinerziehend und benötigst mehr Geld? Dann schau dir doch unsere finanziellen Hilfen für Alleinerziehende an.

Die Vorteile der Antibabypille

Die Pille bietet – bei regelmäßiger Einnahme – einen fast 100%igen Schutz vor Schwangerschaft. Sie ermöglicht so ein stressfreies Sexualleben, ohne Angst vor ungewollter Schwangerschaft. Sie kann aber auch einen therapeutischen Nutzen haben, so z. B. lindert sie Menstruations- und sonstige Zyklusbeschwerden, sowie Pubertätsakne.

Leider hat dieses viel verwendete Medikament auch einige wesentliche Nachteile, die bei einer geplanten Einnahme bedacht sein wollen.

Nachteile der Antibabypille: Risiken und Nebenwirkungen

Durch die in der Pille enthaltenen Östrogene können sich Blutdruck und Blutgerinnung verändern. Dadurch steigt die Gefahr von Blutgerinnseln (Thrombosen). Die Gefahr dieser Nebenwirkung ist umso größer, je älter die Frau ist und je mehr Zigaretten sie raucht. Sie ist also bei jungen Nichtraucherinnen ziemlich gering, wenn auch nicht ganz ausgeschlossen.

Auch tauchen in den Medien immer wieder Berichte auf, dass die langjährige Einnahme der Pille bestimmte Arten von Krebs fördere. Des weiteren kommt es häufig zu einer Gewichtszunahme, da die Pille appetitanregend wirkt. Als letztes wären noch Depressionen, Übelkeit, Schwindel und Migräne als Nebenwirkungen zu nennen. Wenn durch einen Pillenwechsel keine Besserung erzielt werden kann, muss die Pille abgesetzt werden.

Wird die Pille bereits zu einem Zeitpunkt eingenommen, wo sich der Zyklus noch nicht richtig stabilisiert hat, und dann für längere Zeit, kann es nach dem Absetzen der Pille zu Fruchtbarkeitsproblemen kommen. Die Hormone hatten sozusagen nicht lange genug Zeit, ihr reibungsloses Zusammenspiel einzuüben. Deshalb sollte die Pille – nach Möglichkeit – noch nicht zu einem Zeitpunkt eingenommen werden, an dem der Zyklus des jungen Mädchens noch unregelmäßig ist.

Alternativen zur Antibabypille

Als Alternative zur hormonellen Kontrazeption sind die so genannten Barriere-Methoden zu nennen, die jedoch nicht so sicher sind wie die Pille:

Kondom, Diaphragma, Schaumzäpfchen und Verhütungsgels, sowie das Femidom, das Kondom für die Frau. Hierbei gilt die Kombination zweier Barriere-Methoden (z. B. Kondom und Diaphragma) als ziemlich sicher. Auch Schaumzäpfchen lassen sich gut mit Kondomen kombinieren; dabei muss aber unbedingt darauf geachtet werden, dass es sich um ein Zäpfchen handelt, das den Gummi des Kondoms nicht angreift, es also für die Kombination mit Kondomen ausdrücklich geeignet ist.

Ein Kondom sollte sowieso immer verwendet werden, wenn man den Partner erst kurz kennt und noch kein HIV-Test gemacht wurde. HIV/AIDS ist leider nach wie vor ein Thema, auch unter Heterosexuellen. Ab einem gewissen Alter können und sollten Eltern ihren Kindern empfehlen, „für alle Fälle“ immer ein Kondom (z. B. im Geldbeutel) mitzuführen.

Als Vorteil ist zu sehen, dass diese Barriere-Methoden nicht in den Hormonhaushalt des Mädchens eingreifen und nur dann angewandt werden, wenn es wirklich notwendig ist. Es ist jedoch eine gewisse „Unbefangenheit“ seitens beider Partner von Nöten (das Hantieren während des Liebesspiels ist nicht jedermanns Sache) , sowie auch Übung (vorher zu Hause Üben gibt sowohl Mädchen als auch Jungen Sicherheit!), um Anwendungsfehler, die die Sicherheit mindern zu vermeiden.

Die Pille und das Recht auf Aufklärung

Seit 1894 gilt die Behandlung durch einen Arzt juristisch als Körperverletzung. Nur mit Zustimmung des Patienten oder der Patientin darf der Arzt eine Therapie beginnen, ohne sich strafbar zu machen. Hat die Behandlung bereits begonnen, kann sie der Patient jederzeit abbrechen – auch wenn sie der Arzt für nötig hält. Das geht bis hin zum Recht auf Selbstbestimmtes Sterben: Auch den Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen kann der Patient verlangen. Damit aber der Patient einer Behandlung zustimmen kann, muss er verstanden haben, welche Chancen und Risiken sie birgt. Er muss deshalb vom Arzt gründlich aufgeklärt werden.

Nur wer versteht, kann entscheiden

Es reicht nicht, dem Patienten Information nur anzubieten. Vielmehr muss der Arzt sicher gehen, dass dieser wirklich verstanden hat, was die Behandlung bedeutet. Wenn der Patient zum Beispiel kaum Deutsch spricht, muss ein Dolmetscher hinzugezogen werden. Die Aufklärung darf aber durchaus durch einen anderen Arzt oder eine andere Ärztin erfolgen – am Ende ist juristisch nur entscheidend, ob der Patient zum Zeitpunkt der Zustimmung wusste, was die Therapie für ihn bedeutet.

Vor schweren Eingriffen muss früher aufgeklärt werden

Auch vollständige Aufklärung reicht nicht, wenn der Patient anschließend nicht genug Gelegenheit hatte, alles in Ruhe zu überdenken. Aufklärung auf dem Operationstisch oder nach Gabe einer Beruhigungsspritze gelten also nicht. Grundsätzlich gilt: Je schwerwiegender der Eingriff, desto mehr Zeit muss zwischen der Aufklärung und dem Beginn der Therapie liegen.

Die Antibabypille für Minderjährige

Ein minderjähriges Mädchen will die Pille. Die Eltern sind aufklärungs- und einwilligungsberechtigt. Wenn das Mädchen aber schon reif genug ist, um zu verstehen, was die Pille für ihren Organismus bedeutet, muss sie selbst aufgeklärt werden und muss einwilligen. Gegenüber den Eltern besteht dann sogar Schweigepflicht. Allerdings begibt sich der Arzt damit auf dünnes Eis: Sowohl Eltern als auch Mädchen könnten später mit der Begründung klagen, sie hätte zu jener Zeit nicht verstanden, was die Pille bedeutet. Er sollte deshalb versuchen, mit der Zustimmung des Mädchens auch die Eltern aufzuklären. Auch interessant: Kindergesundheit: Wie bleibt mein Kind gesund?

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Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, Stoppard, Miriam: Ratgeber für Mädchen zwischen 10 und 16., Evelyne Muck, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Taubert, H.-D.: Pille ohne Risiko, Alles über Empfängnisverhütung, eigene Recherche.